Hannover
 
Territoriale Aufteilung/Verwaltungsstruktur
Das Königreich Hannover gliedert sich in den Jahren 1816 bis 1823 in sechs „Königliche Provinzialregierungen", benannt in der Regel nach ihrem Sitz. Hannover ist zuständig für die Fürstentümer Calenberg, Göttingen, Grubenhagen, Lüneburg und Hildesheim sowie den bei Hannover verbliebenen Teil des Herzogtums Lauenburg und die Grafschaften Hoya und Diepholz. Stade verwaltet die Herzogtümer Bremen und Verden sowie das Land Hadeln. Osnabrück ist zuständig für das Fürstentum Osnabrück, den Kreis Meppen, den Bezirk von Emsbüren und die Niedergrafschaft Lingen. Das Fürstentum Ostfriesland und das Harlinger Land sind Aurich zugeordnet. Bentheim ist für die Grafschaft Bentheim und das Königliche Hoheits-Kommissariat für die Grafschaft Hohnstein zuständig. Zudem besteht die Berghauptmannschaft Oberharz mit Sitz in Clausthal.
Mit der Verwaltungsreform von 1823 werden die Provinzialregierungen durch Landdrosteien ersetzt, die in etwa die Funktion von Regierungsbezirken haben. Die sechs Landdrosteien Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Stade, Osnabrück und Aurich sowie die Berghauptmannschaft Clausthal sind nach ihrem jeweiligen Sitz benannt und bleiben bis 1866 nahezu unverändert bestehen. Es erfolgen lediglich 1824/25 kleinere Grenzregulierungen mit dem Herzogtum Braunschweig und 1832 mit Hessen-Kassel.
Das Ober-Appellationsgericht befindet sich in Celle.