Regierungsbezirk Arnsberg
 
Kultur/Territoriale Entwicklung ab 1914/Kulturerbe
Der kulturelle Schwerpunkt des Regierungsbezirks liegt in den bevölkerungsreichen Industrieregionen:
Im Jahre 1902 gründet der Kaufmann Karl Ernst Osthaus (1874-1921) in Hagen das Folkwangmuseum und macht seine Heimatstadt damit zu einem bedeutenden Zentrum moderner Kunst. 1904 eröffnet die Stadt Dortmund ihr neues Theatergebäude mit Richard Wagners Tannhäuser und wird seither sowohl für Schauspiel als auch für Oper und Ballettaufführungen genutzt. 1908 wird in Bochum ein Varieté-Theater im Jugendstil errichtet, das - klassizistisch umgebaut - seit 1915 als Stadttheater fungiert.

1928 wird der neugebildete Stadtkreis Gelsenkirchen-Buer an den Regierungsbezirk Münster abgetreten.

Heute gehört der Regierungsbezirk Arnsberg zum Bundesland Nordrhein-Westfalen. Ende 2004 zählt der Regierungsbezirk rund 3,8 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 8.249km².
Das Bochumer Stadttheater wird 1944 bei Bombenangriffen zerstört. Auf den Fundamenten entseht bis 1953 ein Neubau, in dem die Tradition eines innovativen, überregional bekannten Schauspielhauses fortgesetzt wird.
Das 1930 von der Westfälischen Berggewerkschaftskasse und der Stadt Bochum gegründete Deutsche Bergbaumuseum bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Montanindustrie. Seit 1937 besteht ein Anschauungsbergwerk in der Tiefe, und 1973 kommt ein 71m hohes Doppelstreben-Fördergerüst aus Dortmund hinzu.
Die Dortmunder Zeche Zollern II/IV, die 1903 als Musterzeche der Gelsenkirchener Bergwerks AG im Jugendstil gebaut wurde, ist seit der Stillegung Ende der 1960er Jahre einer der Standorte und gleichzeitig Zentrale des aus acht Standorten bestehenden westfälischen Industriemuseums.
In Arnsberg erinnert das Sauerlandmuseum an die Geschichte der Region.

Dortmund: Stadttheater, nach 1904


Bochum: Stadttheater, um 1915


Dortmund: Zeche Zollern, 2006