Hannover
 
Zugehörigkeit zu Staatengemeinschaften, Zollsystemen und Zollvereinen
Von 1714 bis 1837 wird Hannover in Personalunion mit Großbritannien regiert. Da in England im Gegensatz zu Hannover die weibliche Thronfolge nicht ausgeschlossen ist und die Union zwischen England und Hannover ausschließlich in der Person des Herrschers bestand, endet die Personalunion 1837 nach dem Tod Wilhelms IV. (1765-1837) automatisch mit der Regierungsübernahme Königin Victorias (1819-1901), der Tochter des nächstjüngeren Bruders von Wilhelm IV.
Bei den Verhandlungen zur Gründung des Deutschen Bundes auf dem Wiener Kongress wird das Königreich Hannover von dem Leiter der „Deutschen Kanzlei" in London, Graf Ernst Friedrich Herbert von Münster (1766-1839), vertreten. 1815 tritt Hannover dem Deutschen Bund bei. Im Plenum der Bundesversammlung (Bundestag) führt das Königreich vier Stimmen und im „Engeren Rat" eine Stimme.
Im Jahre 1828 tritt Hannover dem Mitteldeutschen Handelsverein bei. Im Mai 1834 schließen sich Braunschweig und Hannover zum so genannten Steuerverein zusammen.
Für die Grafschaft Hohnstein und das Amt Elbingerode tritt Hannover zum 1. Januar 1838 dem preußischen Zollsystem und damit auch dem Deutschen Zollverein bei. Per Vertrag von 1851 schließt sich Hannover mit Wirkung zum 1. Januar 1854 in Gänze dem Deutschen Zollverein an.