Waldeck
 
Zugehörigkeit zu Staatengemeinschaften, Zollsystemen und Zollvereinen
Bei den Verhandlungen zur Gründung des Deutschen Bundes auf dem Wiener Kongress werden Waldeck und Pyrmont von Regierungspräsident Günther Heinrich von Berg (1765-1843) vertreten. 1815 tritt Waldeck mit Pyrmont dem Deutschen Bund bei. Im Plenum der Bundesversammlung (Bundestag) führt es eine eigene Stimme, im "Engeren Rat" teilt es sich dagegen eine Stimme mit den Fürstentümern Hohenzollern-Hechingen, Hohenzollern-Sigmaringen, Reuß-Greiz, Reuß-Schleiz, Reuß-Ebersdorf, Reuß-Lobenstein, Liechtenstein, Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe sowie ab 1842 Hessen-Homburg.
1831 schließt sich Waldeck dem preußischen Zollsystem und damit auch dem Preußisch-Hessischen Zollverein sowie 1834 dem Deutschen Zollverein an.
1841 wird auch Pyrmont Mitglied des Deutschen Zollvereins. 1867 treten Waldeck und Pyrmont dem Norddeutschen Bund bei und bilden 1871 einen Bundesstaat des Deutschen Reichs. Im Bundesrat verfügt Waldeck-Pyrmont über eine Stimme und entsendet einen Abgeordneten in den Reichstag.