Regierungsbezirk Liegnitz
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Liegnitz wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Schlesien gegründet, Regierungssitz ist Liegnitz.
Im Norden grenzt der Regierungsbezirk an die preußischen Regierungsbezirke Frankfurt/Oder und Posen , im Osten an den ebenfalls zu Schlesien gehörenden Regierungsbezirk Breslau , im Süden an das Kaisertum Österreich und im Westen an das Königreich Sachsen und den Regierungsbezirk Frankfurt/Oder.
Ende 1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Bolkenhain, Bunzlau, Freystadt, Glogau, Goldberg-Haynau, Görlitz, Grünberg, Hirschberg, Jauer, Landshut, Lauban, Liegnitz, Löwenberg, Lüben, Rothenburg/Oberlausitz, Sagan, Schönau und Sprottau untergliedert. Die 1825 von der preußischen Provinz Brandenburg abgetretene Herrschaft Hoyerswerda bildet einen eigenen Landkreis. 1873 kommt der Stadtkreis Görlitz und 1874 der Stadtkreis Liegnitz hinzu.

Für den Regierungsbezirk Liegnitz wird 1821 eine Fläche von 250 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 12.621km² für das Jahr 1820.Das Land des Regierungsbezirks ist im Süden gebirgig durch das Riesengebirge und das Lausitzer Gebirge. Der nördliche Teil ist eben und hügelig. Die wichtigsten Flüsse sind Oder, Bober und Lausitzer Neiße.

Liegnitz: Regierungsgebäude, 1915


Görlitz, um 1900


Hirschberg im Riesengebirge, um 1900


Glogau, um 1900