Regierungsbezirk Bromberg
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Bromberg wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Großherzogtum Posen gegründet, Regierungssitz ist Bromberg.
Im Norden grenzt er an den zur preußischen Provinz Westpreußen gehörenden Regierungsbezirk Marienwerder, im Osten an das in Personalunion mit Russland verbundene Königreich Polen, im Süden an den Regierungsbezirk Posen der Provinz Posen und im Westen an den Regierungsbezirk Frankfurt/Oder der preußischen Provinz Brandenburg.
1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Bromberg, Chodziesen, Czarnikau, Gnesen, Inowraclaw, Mogilno, Schubin, Wirsitz und Wongorowitz untergliedert. 1875 kommt der Bromberger Stadtkreis hinzu, 1886 werden Strelno, 1887 Filehne, Witkowo und Znin als Kreise neu gebildet. 1877 wird der Kreis Chodziesen in "Kolmar in Posen" und 1904 Inowraclaw in "Hohensalza" umbenannt.

Für den Regierungsbezirk Bromberg wird 1821 eine Fläche von 215 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 11.697km² für das Jahr 1820.
Der Regierungsbezirk gehört zum norddeutschen Tiefland und ist eben. Es gibt zahlreiche kleinere Landseen und Sumpfgebiete, vor allem an der Netze. Hauptflüsse sind Netze und Brahe sowie an der östlichen Grenze die Weichsel. Seit 1774 verbindet der Bromberger Kanal über Netze, Brahe und Warthe die Weichsel mit Oder und Elbe.

Bromberg mit Denkmal Friedrich II., um 1900


Gnesen, 1918


Usch, um 1900