Regierungsbezirk Köslin
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Köslin wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Pommern gegründet, Regierungssitz ist Köslin, das bis 1920 offizielle mit "C" geschrieben wird.
Im Norden grenzt er an die Ostsee, im Osten an die zur preußischen Provinz Westpreußen gehörenden Regierungsbezirke Danzig und Marienwerder, im Süden an den zur preußischen Provinz Brandenburg gehörenden Regierungsbezirk Frankfurt/Oder und im Westen an den ebenfalls zu Pommern gehörenden Regierungsbezirk Stettin.
1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Belgard, Dramburg, Fürstentum, Lauenburg-Bütow, Neustettin, Rummelsburg, Schivelbein, Schlawe und Stolp untergliedert. 1845 wird der Kreis Lauenburg-Bütow in die Kreise Lauenburg und Bütow und 1872 der Kreis Fürstentum in die Kreise Bublitz, Köslin und Kolberg-Körlin geteilt. Ab 1898 bildet die Stadt Stolp einen eigenen Stadtkreis.

Für den Regierungsbezirk Köslin wird 1821 eine Fläche von 258 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 13.777km² für das Jahr 1820.
Das Gebiet des Regierungsbezirks bildet an der Ostsee eine Ebene mit Dünen und im Hinterland einige Höhenzüge und Hügel. Der Boden ist teils lehmig schwer, teils sandig leicht. Der Regierungsbezirk hat viele Strand- und Binnenseen und mit Leba, Luppow, Stolpe, Wipper, Persante, Rega, Küddow und Drage zahlreiche Flüsse.

Köslin: Denkmal Friedrich Wilhelms I., um 1900


Rügenwalde, um 1900


Kolberg: Leuchtturm am Hafen, um 1920