Regierungsbezirk Stettin
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Stettin wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Pommern gegründet, Regierungssitz ist Stettin.
Im Norden grenzt der Regierungsbezirk an die Ostsee, im Osten an den ebenfalls zu Pommern gehörenden Regierungsbezirk Köslin, im Süden an die zur preußischen Provinz Brandenburg gehörenden Regierungsbezirke Frankfurt/Oder und Potsdam, und im Westen an die Großherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz sowie den pommerschen Regierungsbezirk Stralsund.
Die Exklave Zettemin liegt in Mecklenburg-Schwerin. Zum Regierungsbezirk gehören zudem die Ostsee-Inseln Usedom, Wollin, Kricks mit einer kleinen unbewohnten Nachbarinsel sowie Griestow vor Cammin.
1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Anklam, Cammin, Demmin, Greifenberg (-Osten), Greifenhagen, Naugard, Pyritz, Randow, Regenwalde, Saatzig, Stettin-Stadt, Ückermünde und Usedom-Wollin untergliedert. Der Stadtkreis Stettin wird 1826 aufgelöst und 1857 wieder eingerichtet. 1901 wird der Stadtkreis Stargard neu gebildet.

Für den Regierungsbezirk Stettin wird 1821 eine Fläche von 239 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 11.839km² für das Jahr 1820.
Das Land des Regierungsbezirks ist weitgehend eben und teilt sich in sandige Höhen, Marschen und Wiesen längs der Oder. Hauptfluss ist die Oder mit ihren Seen und Mündungsgebieten. Weitere Flüsse sind Peene, Ücker mit Randow, Plöne, Ihna und Rega. Die wichtigsten Seen sind der Dammsche See, das Papenwasser, das Große und Kleine Haff, das Achterwasser, der Kummerowsee, der Kamminsche Bodden sowie Madüe- und Plönesee.

Stettin: Paradeplatz, um 1900


Greifenberg, um 1900


Usedom: Ostseebad Zinnowitz, 1905