Regierungsbezirk Frankfurt/Oder
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Frankfurt/Oder wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Brandenburg gegründet, Regierungssitz ist Frankfurt/Oder.
Im Norden grenzt er an die zur preußischen Provinz Pommern gehörenden Regierungsbezirke Stettin und Köslin, im Osten an den zur preußischen Provinz Westpreußen gehörenden Regierungsbezirk Marienwerder sowie die zur Preußischen Provinz Posen gehörenden Regierungsbezirke Posen und Bromberg. Im Süden schließen sich der zur preußischen Provinz Schlesien gehörende Regierungsbezirk Liegnitz und das Königreich Sachsen an und im Westen der zur preußischen Provinz Sachsen gehörende Regierungsbezirk Merseburg sowie der brandenburgische Regierungsbezirk Potsdam.
1820 ist der Regierungsbezirk untergliedert in die Landkreise Arnswalde, Calau, Cottbus, Crossen, Friedeberg, Guben, Königsberg/Neumark, Küstrin, Landsberg, Lebus, Luckau, Lübben, Soldin, Sorau, Spremberg, Sternberg, Züllichau sowie den Stadtkreis Frankfurt/Oder. Der Kreis Küstrin wird 1836 wieder aufgelöst. An Stadtkreisen kommen hinzu 1884 Guben, 1886 Cottbus, 1892 Landsberg und 1897 Forst.

Für den Regierungsbezirk Frankfurt/Oder wird 1821 eine Fläche von 360 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 20.731km² für das Jahr 1820.
Das Land des Regierungsbezirks ist weitgehend eben. In der Mark und der Niederlausitz herrscht unfruchtbarer Sandboden vor. Der Osten und der Süden des Regierungsbezirks ist sehr bewaldet, hier liegt auch der von der Spree durchflossene Spreewald. Fruchtbares Land findet sich nur an den Flüssen. Hauptflüsse des Regierungsbezirks sind Oder und Spree, die seit 1668 durch den Friedrich-Wilhelm-Kanal verbunden sind. Oderzuflüsse sind von Westen her die Lausitzer Neiße und von Osten her die Warthe.

Frankfurt an der Oder, 1830/1850


Guben, um 1860


Luckau, um 1860