Regierungsbezirk Magdeburg
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Magdeburg wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Sachsen gegründet, Regierungssitz ist Magdeburg.
Im Norden grenzt der Regierungsbezirk an das Königreich Hannover, im Osten an den zur preußischen Provinz Brandenburg gehörenden Regierungsbezirk Potsdam, im Süden an die Herzogtümer Anhalt-Dessau, Anhalt-Köthen und Anhalt-Bernburg, den ebenfalls zur Provinz Sachsen gehörenden Regierungsbezirk Merseburg sowie das Herzogtum Braunschweig und im Westen an Landesteile und Exklaven Braunschweigs und Hannovers.
Die Magdeburger Exklaven Heßlingen und Hehlingen liegen zwischen Braunschweig und Hannover.
Innerhalb des Regierungsbezirks befinden sich die braunschweigische Enklave Calvörde, die Anhalt-Dessauer Enklaven Großalsleben und Gödnitz, die Anhalt-Bernburger Enklave Mühlingen und die Anhalt-Köthener Enklave Dornburg.
1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Calbe, Wanzleben, Wolmirstedt, Neuhaldensleben, Jerichow I-Ziesar, Jerichow II, Aschersleben (Quedlinburg), Oschersleben, Osterwieck, Stendal, Salzwedel, Osterburg, Gardelegen sowie die Stadtkreise Magdeburg und Halberstadt untergliedert. 1823 wird der Landkreis Stolberg-Wernigerode gebildet und 1825 die Kreise Osterwieck und Oschersleben aufgelöst. An Stadtkreisen kommen hinzu 1891 Halberstadt, 1901 Aschersleben, 1909 Stendal und 1911 Quedlinburg.

Für den Regierungsbezirk Magdeburg wird 1821 eine Fläche von 210 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 11.332km² für das Jahr 1820.
Mit Ausnahme des Harzgebirges im Südwesten bildet der Regierungsbezirk ein wellenförmiges Flachland mit besonders fruchtbarem Boden in der Magdeburger Börde. Hauptfluss ist die Elbe, von der östlich Havel, Ihle und Ehle und westlich Saale mit Bode, Selke, Tanger sowie Ilse abzweigen.

Magdeburg, um 1840


Calbe an der Saale, 1848


Quedlinburg am Harz, um 1840