Regierungsbezirk Minden
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Minden wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Westfalen gegründet, Regierungssitz ist Minden.
Im Norden grenzt der Regierungsbezirk an das Königreich Hannover, im Osten an das Fürstentum Lippe-Detmold sowie an Enklaven und Landesteile des Herzogtums Braunschweig und Hannovers, im Süden an das Kurfürstentum Hessen-Kassel und das Fürstentum Waldeck, und im Westen an die ebenfalls zu Westfalen gehörenden Regierungsbezirke Arnsberg und Münster. Die Exklave Lüdge liegt zwischen in Lippe-Detmold und dem zu Waldeck gehörenden Pyrmont.
Innerhalb des Regierungsbezirks Minden befindet sich die Lippe-Detmolder Enklave Kempen-Grevenhagen, an der süwestlichen Grenze liegt die Lippe-Detmolder Enklave Lipperode.
1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Bielefeld, Brakel, Bünde, Büren, Halle, Herford, Höxter, Minden-Stadt, Minden-Land, Paderborn, Rahden, Warburg und Wiedenbrück untergliedert. 1832 werden die Kreise Brakel und Höxter zum Kreis Höxter zusammengelegt, der Kreis Bünde aufgelöst und der Kreis Rahden in Lübbecke umbenannt. 1878 wird der Stadtkreis Bielefeld und 1911 der Stadtkreis Herford gebildet.

Für den Regierungsbezirk Minden wird 1821 eine Fläche von 96 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 5.245km² für das Jahr 1820.
Der Regierungsbezirk ist mit Wesergebirge, Mindenscher Bergkette, Teutoburger Wald und Egge gebirgig und sehr waldreich. Die wichtigsten Flüsse sind Weser mit Diemel, Emmer und Werra sowie Lippe und Ems.

Minden, um 1845


Porta Westfalica, um 1840


Paderborn, um 1840