Regierungsbezirk Arnsberg
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Arnsberg wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Westfalen gegründet, Regierungssitz ist Arnsberg.
Im Norden und Osten grenzt er an die ebenfalls zur Provinz Westfalen gehörenden Regierungsbezirke Münster und Minden, im Osten zudem an das Fürstentum Waldeck und den zu Hessen-Darmstadt gehörenden Landesteil Oberhessen, im Süden an das Herzogtum Nassau und den zur preußischen Provinz Niederrhein gehörenden Regierungsbezirk Koblenz, im Westen an die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf der preußischen Provinz Jülich-Kleve-Berg.
An der nördlichen Grenze des Regierungsbezirks befinden sich die zu Lippe-Detmold gehörenden Enklaven Cappel und Lipperode, innerhalb des Regierungsbezirks das Kondominat Lippstadt, das von Preußen und Lippe-Detmold gemeinsam verwaltet wird.
1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Altena, Arnsberg, Bochum, Brilon, Dortmund, Eslohe, Hagen, Hamm, Iserlohn, Lippstadt, Olpe, Siegen, Soest und Wittgenstein eingeteilt. An Stadtkreisen werden neu gebildet 1875 Dortmund, 1876 Bochum, 1887 Hagen, 1896 Gelsenkirchen, 1899 Witten, 1901 Hamm, 1906 Herne, 1907 Iserlohn und Lüdenscheid, sowie 1911 Hörde. An Landkreisen entstehen 1885 Bochum, Gelsenkirchen und Hattingen sowie 1887 Hörde und Schwelm.

Für den Regierungsbezirk Arnsberg wird 1821 eine Fläche von 140 Quadratmeilen angegeben, der GIS-Wert beträgt 7.901km² für das Jahr 1820.
Der Regierungsbezirk liegt mit Westerwald, Rothaargebirge und Ebbe im gebirgigen Sauerland. Die nördliche Spitze gehört zum norddeutschen Tiefland. Zentraler Fluss der Region ist die Ruhr. Die Lippe bildet die nördliche Grenze des Regierungsbezirks, im Süden fließt die Lahn.

Arnsberg, um 1840


Hagen, um 1850


Siegen, um 1840