Regierungsbezirk Münster
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Münster wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Westfalen gegründet, Regierungssitz ist Münster.
Im Norden grenzt der Regierungsbezirk an das Königreich Hannover, im Osten an Hannover und den ebenfalls zur Provinz Westfalen gehörenden Regierungsbezirk Minden, im Süden an den westfälischen Regierungsbezirk Arnsberg und die Lippe-Detmolder Enklave Cappel, und im Süden und Westen an die zur preußischen Provinz Jülich-Kleve-Berg gehörenden Regierungsbezirke Düsseldorf und Kleve sowie die Niederlande.
1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Ahaus, Beckum, Borken, Coesfeld, Lüdinghausen, Münster-Stadt, Münster-Land, Recklinghausen, Steinfurt, Tecklenburg und Warendorf untergliedert. 1901 werden der Stadtkreis Recklinghausen und 1912 der Stadtkreis Buer neu gebildet.

Für den Regierungsbezirk Münster wird 1821 eine Fläche von 132 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 6.971km² für das Jahr 1820.
Der Regierungsbezirk gehört fast ganz zur norddeutschen Tiefebene, mit nur geringen Erhebungen um die Tecklenburger- und Schafberge, die Haardhügel und die Billerbecker Höhen. Der Boden ist zumeist sandig, es gibt große Heideflächen und Torfmoore und einige Waldgebiete. Wichtige Flüsse sind Lippe, Ems, Vechte, Dinkel, Berkel, Issel und Emscher

Münster: Rathaus, 2006


Coesfeld, um 1850


Steinfurt, um 1850