Regierungsbezirk Köln
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Köln wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" mit Wirkung vom 22. April 1816 als Mittelbehörde der Provinz Jülich-Kleve-Berg gegründet, Regierungssitz ist Köln.
Im Norden grenzt er an den ebenfalls zu Jülich-Kleve-Berg gehörenden Regierungsbezirk Düsseldorf, im Osten an den zur preußischen Provinz Westfalen gehörenden Regierungsbezirk Arnsberg, im Süden an den zur preußischen Provinz Niederrhein gehörenden Regierungsbezirk Koblenz und im Westen an den ebenfalls zur Provinz Niederrhein gehörenden Regierungsbezirk Aachen.
Ende 1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Bergheim, Bonn, Köln-Stadt, Köln-Land, Gimborn, Homburg, Lechenich, Mülheim am Rhein, Rheinbach, Siegburg, Waldbröl und Wipperfürth untergliedert.
Ab 1822 ist der Regierungsbezirk Teil der neugegründeten Rheinprovinz .
1825 werden die Kreise Gimborn und Homburg zum Kreis Gummersbach vereinigt. 1827 erfolgt die Umbenennung des Kreises Lechenich in Kreis Euskirchen. 1887 kommt der Stadtkreis Bonn und 1901 der Stadtkreis Mülheim am Rhein hinzu.

Für den Regierungsbezirk Köln wird 1821 eine Fläche von 72 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 4.104km² für das Jahr 1820.
Auf dem linken Ufer des Rheins ist das Gebiet weitgehend eben und fruchtbar, auf dem rechten Ufer zum Großteil Gebirgs- und Hügelland. An Gebirgen liegen im Regierungsbezirk das Siebengebirge sowie Ausläufer von Eifel und Westerwald. Hauptfluss ist der Rhein mit den Nebenflüssen Sieg und Erst.

Köln, um 1860


Köln: Sitz der Regierung, 1844


Bonn, um 1835


Siegburg, um 1850