Regierungsbezirk Trier
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Trier wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Niederrhein gegründet, Regierungssitz ist Trier.
Im Norden grenzt der Regierungsbezirk an den ebenfalls zur Provinz Niederrhein gehörenden Regierungsbezirk Aachen und im Osten an den ebenfalls zu Niederrhein gehörenden Regierungsbezirk Koblenz, das oldenburgische Fürstentum Birkenfeld, das zu Sachsen-Coburg-Saalfeld gehörende Fürstentum Lichtenberg und den bayerischen Rheinkreis (Pfalz). Im Süden schließt sich das Königreich Frankreich an und im Westen das Großherzogtum Luxemburg.
1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Bernkastel, Bitburg, Daun, Merzig, Ottweiler, Prüm, Saarbrücken, Saarburg, Saarlouis, Trier-Stadt, Trier-Land und Wittlich untergliedert.
Ab 1822 ist der Regierungsbezirk Teil der neugegründeten Rheinprovinz. 1834 erwirbt Preußen das Fürstentum Lichtenberg von Sachsen-Coburg und Gotha und gliedert es als Kreis St. Wendel dem Regierungsbezirk Trier an. 1909 wird Saarbrücken in einen Stadt- und einen Landkreis unterteilt.

Für den Regierungsbezirk Trier wird 1821 eine Fläche von 121 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 7.089km² für das Jahr 1820.
Das im Südwesten Deutschlands gelegene Gebiet ist sehr gebirgig und wird von Eifel, Ardennen und Hunsrück durchzogen. Hauptfluss ist die Mosel, die den Regierungsbezirk in zwei Hälften teilt und Sure, Saar, Kyll und Lieser aufnimmt.

Trier, um 1840


Bernkastel, 1836


Saarbrücken, um 1850