Provinz Hannover
 
Gebiet
Die preußische Provinz Hannover wird 1867 aus dem 1866 von Preußen annektierten ehemaligen Königreich Hannover gebildet. Die Provinz Hannover befindet sich in Norddeutschland und besteht aus drei teilweise getrennt voneinander liegenden Landesteilen. Im Norden grenzt sie an die Nordsee, das Großherzogtum Oldenburg und die Freie Hansestadt Bremen, im Nordosten an die jenseits der Elbe gelegene preußische Provinz Schleswig-Holstein, die Freie Stadt Hamburg, das Herzogtum Lauenburg und das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, im Osten an die preußische Provinz Sachsen und das Herzogtum Braunschweig, im Süden und Südwesten an die preußischen Provinzen Sachsen, Hessen-Nassau und Westfalen, das Fürstentum Lippe-Detmold, den Pyrmonter Landesteil des Fürstentums Waldeck sowie das Fürstentum Schaumburg-Lippe und im Westen an die Niederlande. Zur Provinz Hannover gehören zudem die Nordsee-Inseln Spiekeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist und Borkum sowie die innerhalb des Herzogtums Braunschweig befindliche Exklave Bodenwerder und das von Braunschweig, Lippe-Detmold, Pyrmont und der preußischen Provinz Westfalen umgebene Gebiet Polle. Unter gemeinsamer Verwaltung von Braunschweig und Preußen steht die „Kommunion-Unterharz", die gemeinsame Rechte an Bergwerken und Hütten beinhaltet. Innerhalb der preußischen Provinz Hannover befinden sich die Braunschweiger Enklaven Thedinghausen, Ölsburg, Bodenburg und Ostharingen sowie die Hamburger Enklaven Moorburg und Gudendorf.
Hauptstadt und Sitz des Oberpräsidenten ist Hannover.

Flagge der preußischen Provinz Hannover


Hannover, um 1845