Reußische Fürstengemeinschaft
 
Gebiet
Die Reußische Fürstengemeinschaft liegt in Mitteldeutschland und besteht aus den Fürstentümern der jüngeren Linie Reuß, namentlich Reuß-Ebersdorf, Reuß-Lobenstein und Reuß-Schleiz sowie dem unter gemeinsamer Verwaltung stehenden Kondominat Reuß-Gera.
Das nördliche Geraer Gebiet ist von der preußischen Provinz Sachsen sowie den Herzogtümern Sachsen-Gotha-Altenburg und Sachsen-Weimar-Eisenach umgeben. Der südliche Teil um Schleiz, Lobenstein und Ebersdorf grenzt im Norden an den preußischen exklavierten Kreis Ziegenrück, das Fürstentum Reuß ältere Linie (Reuß-Greiz) und an Sachsen-Weimar-Eisenach, im Osten an Reuß-Greiz und das Königreich Sachsen, im Süden an das Königreich Bayern sowie im Westen an das Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld und das Fürstentum Schwarzburg Rudolstadt.
Innerhalb der Fürstengemeinschaft Reuß jüngere Linie befinden sich die zu Sachsen-Weimar-Eisenach gehörende Enklave Förthen, die preußischen Enklaven Blintendorf und Gefell sowie die Sachsen-Gotha Altenburger Enklave Röpsen.
Der gemeinsame Regierungssitz der Fürstengemeinschaft befindet sich in Gera.
Im Jahre 1848 überträgt der regierende Fürst von Reuß-Lobenstein und Ebersdorf sein Fürstentum auf Reuß-Schleiz. Aus der Vereinigung dieses Fürstentums mit dem bislang gemeinsam verwalteten Kondominat Reuß-Gera und dem Fürstentum Reuß-Schleiz entsteht das Fürstentum Reuß jüngere Linie.

Die gemeinsame Flagge der Fürstentümer Reuß jüngere Linie


Gera mit Schloss Osterstein im Hintergrund, um 1850