Deutscher Zollverein
 
Gebiet
Der Deutsche Zollverein ist eine Zoll- und Handelsvereinigung souveräner deutscher Bundesstaaten. Er bildet sich 1833 aus dem vertraglichen Zusammenschluss des Preußisch-Hessischen und des Bayerisch-Württembergischen Zollvereins sowie Sachsens und des Thüringischen Zoll- und Handelsvereins. Die Verträge treten am 1. Januar 1834 in Kraft.
Der Zollverein grenzt 1834 im Norden an das Königreich Hannover, die Fürstentümer Lippe-Detmold und Schaumburg-Lippe, das Herzogtum Braunschweig sowie die Großherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Im Osten liegen das Kaiserreich Russland, das Königreich Polen, die Freie Stadt Krakau und das Kaisertum Österreich. Die südliche Grenze bilden Österreich, das Großherzogtum Baden und Frankreich und im Westen befinden sich neben Baden und Frankreich das Großherzogtum Luxemburg und das Königreich der Vereinigten Niederlande. Innerhalb des Zollvereinsgebiets liegen das Herzogtum Nassau, der Homburger Landesteil der Landgrafschaft Hessen-Homburg sowie die braunschweigische Enklave Calvörde.
Gründungsmitglieder sind Preußen, das Großherzogtum Hessen-Darmstadt, das Kurfürstentum Hessen-Kassel, die Königreiche Bayern, Württemberg und Sachsen sowie die im Thüringischen Zoll- und Handelsverein vereinigten Staaten. Hauptorgan des Deutschen Zollvereins ist die Generalkonferenz, eine jährlich an wechselnden Tagungsorten zusammentretende Versammlung der Bevollmächtigten der Mitgliedstaaten. Nach der Reichsgründung 1871 bleiben die Zollvereinsverträge zwar bestehen, die Funktionen des Deutschen Zollvereins gehen aber auf das Deutsche Reich über.

Zollvereinigungsvertrag vom 11. Mai 1833


Zollvereinskarte von Deutschland und den benachbarten Ländern, 1836