Mitteldeutscher Handelsverein
 
Gebiet
Der Mitteldeutsche Handelsverein ist eine Zoll- und Handelsvereinigung deutscher Bundesstaaten Nord- und Mitteldeutschlands, die sich am 24. September 1828 in Kassel auf Initiative der Königreiche Sachsen und Hannover sowie dem Kurfürstentum Hessen-Kassel bildet. Der Mitteldeutsche Handelsverein verfügt nicht über einen geschlossenen Wirtschaftsraum. Seine nördliche Grenze bildet die Nordsee, im Nordosten grenzen die Freie und Hansestadt Hamburg, das Herzogtum Lauenburg und das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin an. Im Osten befindet sich das Königreich Preußen, im Süden das Kaisertum Österreich, das Königreich Bayern und das Großherzogtum Hessen-Darmstadt, und im Westen Preußen und das Königreich der Vereinigten Niederlande.
Gründungsmitglieder sind neben Sachsen, Hannover und Hessen-Kassel die Großherzogtümer Oldenburg und Sachsen-Weimar-Eisenach, die Herzogtümer Braunschweig, Nassau, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg und Gotha, die Landgrafschaft Hessen-Homburg, die Fürstentümer Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen, Reuß ältere Linie (Reuß-Greiz), Reuß-Schleiz, Reuß-Lobenstein und Ebersdorf sowie die freien Städte Bremen und Frankfurt.
Mit den Gründungsverträgen zum Deutschen Zollverein 1833 löst sich der Mitteldeutsche Handelsverein auf.

Kassel: Friedrichsplatz, um 1840