Preußisch-Hessischer Zollverein
 
Gebiet
Der Preußisch-Hessische Zollverein ist ein Zoll- und Handelsverbund, zu dem sich das Königreich Preußen und das Großherzogtum Hessen-Darmstadt per Vertrag vom 14. Februar 1828 und mit Wirkung zum 1. Juli 1828 zusammenschließen. In den Verbund integriert sind auch die jeweiligen Zoll-Anschlussgebiete der beiden Vertragspartner.
Das preußisch-hessische Zollvereinsgebiet liegt in Nord- und Mitteldeutschland und besteht aus zwei großen, getrennt voneinander liegenden Gebietsteilen. Die nördliche Grenze ist die Ostsee.
Der kleinere westliche Teil grenzt an das Königreich Hannover, das Herzogtum Braunschweig, die Fürstentümer Schaumburg-Lippe, Lippe-Detmold und Waldeck, das Kurfürstentum Hessen-Kassel, das Herzogtum Nassau, die bayerische Pfalz (Rheinkreis), die Herrschaft Meisenheim (zu Hessen-Homburg), die Fürstentümer Lichtenberg (zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha) und Birkenfeld (zum Großherzogtum Oldenburg), das Königreich Frankreich, das Großherzogtum Luxemburg und das Königreich der Vereinigten Niederlande.
Der größere östliche Teil grenzt an die Großherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, das Kaiserreich Russland, das Königreich Polen, die Freie Stadt Krakau, das Kaisertum Österreich, das Königreich Sachsen, die Herzogtümer Sachsen-Gotha-Altenburg und Sachsen-Weimar-Eisenach, das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, das Kondominat Fürstentum Gera, Kurhessen, Hannover und Braunschweig.
Mit dem Zollvereinsvertrag vom 22. März 1833 geht der Preußisch-Hessische Zollverein in den Deutschen Zollverein über.

Preußisch-Hessischer Zollvertrag, 1828