Schwarzwaldkreis
 
Gebiet
Der Schwarzwaldkreis, der in etwa die Funktion eines Regierungsbezirks hat, wird auf Grundlage des Organisationsedikts vom 18. November 1817 als Mittelbehörde des Königreichs Württemberg eingerichtet. Regierungssitz ist Reutlingen.
Im Norden grenzt er an den badischen Murg- und Pfinzkreis sowie den württembergischen Neckarkreis, im Osten an den württembergischen Donaukreis, im Süden an Hohenzollern-Sigmaringen, Hohenzollern-Hechingen und den badischen Seekreis und im Westen an die badischen Regierungsbezirke Kinzigkreis und Murg- und Pfinzkreis.
Zum Schwarzwaldkreis gehören zudem die Exklaven Bruderhof und Hohentwiel in Baden sowie die zwischen Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen liegende Exklave Mägerkingen.
Innerhalb des Gebiets befindet sich die Hohenzollern-Hechinger Enklave Wilflingen.

Für den Schwarzwaldkreis wird eine Fläche von 87 Quadratmeilen angegeben, der GIS-Wert beträgt 4.634 km² für das Jahr 1820. Die Einwohnerzahl liegt 1820 bei 370.000. Bis 1850 erhöht sie sich um 22% auf 451.251 und bis 1905 um weitere 20% auf 541.662.

Reutlingen: Schloss Lichtenstein, um 1850


Reutlingen, Merian, 1643