Fürstentum Weimar
 
Gebiet
Das Fürstentum Weimar, das in etwa die Funktion eines Regierungsbezirks hat, ist seit 1815 eine Mittelbehörde des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. Regierungssitz ist Weimar.
Das Fürstentum grenzt im Norden an die preußischen Regierungsbezirke Erfurt und Merseburg, im Osten an Gebietsteile des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg, im Süden an das Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt und im Westen an die Sachsen-Gotha-Altenburger Exklave Kranichfeld sowie den preußischen Regierungsbezirk Erfurt.
Zum Fürstentum Weimar gehören zudem die Exklaven Allstedt, Oldisleben, Bösleben, Ilmenau, Kleinkröbnitz, Thränitz, Rußdorf, Teichwolframsdorf und Förthen sowie der getrennt liegende Landesteil Neustadt an der Orla.
Innerhalb des Gebiets befinden sich die Sachsen-Gotha-Altenburger Enklaven Treppendorf, Vierzehnheiligen, Lichtenhain, Schweinitz und Mosen sowie die Schwarzburg-Rudolstädter Enklave Österöda.

Für das Fürstentum Weimar wird eine Fläche von 44 Quadratmeilen angegeben, der GIS-Wert beträgt 2.447km² für das Jahr 1820. Die Einwohnerzahl liegt 1820 bei 135.659 und steigert sich bis 1849 um 32% auf 178.620.
Im Jahre 1850 werden die Mittelbehörden aufgelöst und eine Neueinteilung in fünf Verwaltungsbezirke vorgenommen.

Landschaft um Weimar,1850


Weimar: Stadtschloss, 2004