Rheinkreis (Pfalz)
 
Gebiet
Der Rheinkreis, der in etwa die Funktion eines Regierungsbezirks hat, wird auf der Grundlage der Verordnungen von 1808 und 1817 nach französischem Vorbild als Mittelbehörde des Königreichs Bayern gegründet. Regierungssitz ist Speyer.
Der Rheinkreis grenzt im Norden an die preußische Provinz Niederrhein und den hessen-darmstädtischen Regierungsbezirk Rheinhessen, im Osten an das Großherzogtum Baden, im Süden an Frankreich und im Westen an die preußische Provinz Niederrhein, das zu Sachsen-Coburg-Saalfeld gehörende Fürstentum Lichtenberg sowie die zu Hessen-Homburg gehörende Herrschaft Meisenheim.

Für den Rheinkreis wird 1820 eine Fläche von 6.003km² angegeben (GIS-Wert). Die Einwohnerzahl liegt 1820 bei 461.793. Bis 1850 steigert sie sich um 33% auf 614.734 und bis 1905 um weitere 44% auf 885.833.

Mit der Verordnung vom 29. November 1837 werden die bestehenden Kreise umbenannt. Der Rheinkreis bleibt in Größe und Umfang unverändert bestehen und nennt sich fortan Pfalz.

Speyer: Rheinufer mit Dom, um 1830