Kreisdirektion Zwickau
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Die Kreisdirektion Zwickau, die in etwa die Funktion eines Regierungsbezirks hat, wird auf Grundlage der Verordnung vom 6. April 1835 aus dem Vogtländischen Kreis und dem Erzgebirgischen Kreis als Mittelbehörde des Königreichs Sachsen gebildet, ohne die an die Kreisdirektion Leipzig abgetretenen Ämter Nossen, Penig, Rochsburg und Wechselburg sowie die an die Kreisdirektion Dresden abgetretenen Ämter Altenberg, Frauenstein und Freiberg. Regierungssitz ist Zwickau.
Die Kreisdirektion grenzt im Norden an die sächsische Kreisdirektion Leipzig, im Osten an die Kreisdirektion Dresden, im Süden an das Kaisertum Österreich und im Westen an die Fürstentümer Reuß-Lobenstein und Ebersdorf, Reuß-Schleiz und Reuß-Greiz sowie das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach .
1835 gliedert sich die Kreisdirektion in die vier Amtshauptmannschaften Chemnitz, Zwickau, Niederforchheim und Plauen. Ab 1874 nennen sich die Kreisdirektionen Kreishauptmannschaften. Per Verordnung vom 9. Juli 1900 bilden die Bezirke Annaberg, Chemnitz, Flöha, Glauchau, und Marienberg sowie der Stadtbezirk Chemnitz eine eigene Kreishauptmannschaft Chemnitz, die am 1. Oktober 1900 ihre Verwaltungsfunktionen aufnimmt.

Für die Kreisdirektion Zwickau wird eine Fläche von 84 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 4.681km² für das Jahr 1835.
Durch das Erzgebirge ist das Land sehr gebirgig und waldreich, hingegen nicht sehr fruchtbar. Hauptfluss ist die Mulde, weitere Gewässer, die alle der Elbe zufließen, sind Zwickauer Mulde, Chemnitz, Zschopau und Flöhe sowie die in die Saale mündenden Flüsse Elster und Pleiße.

Zwickau, 1839


Schloss Augustusburg bei Chemnitz, um 1840


Glauchau, um 1835