Starkenburg
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Die Provinz Starkenburg, die in etwa die Funktion eines Regierungsbezirks hat, bildet seit 1803 eine Mittelbehörde des Großherzogtums Hessen-Darmstadt, Regierungssitz ist Darmstadt.
Im Norden grenzt sie an das Herzogtum Nassau, die Freie Stadt Frankfurt und das Kurfürstentum Hessen-Kassel. Im Osten liegen der bayerische Untermainkreis und der Main- und Tauberkreis. Im Süden befindet sich der badische Neckarkreis und im Westen das ebenfalls zu Hessen-Darmstadt gehörende Rheinhessen.
Zu Starkenburg gehören die zwischen dem badischen und dem württembergischen Neckarkreis liegende Exklave Wimpfen sowie die Exklaven "Flurstück nördlich Rappenau", Finkenhof und Helmhof, die sich im Neckarkreis des Großherzogtums Baden befinden.
Starkenburg gliedert sich 1821 in die zehn Kreise Bensheim, Darmstadt, Dieburg, Erbach, Groß-Gerau, Heppenheim, Lindenfels, Neustadt, Offenbach und Wimpfen. Im Jahre 1874 wird die Zahl der Kreise auf sieben reduziert: Bensheim, Darmstadt, Dieburg, Erbach, Groß-Gerau, Heppenheim und Offenbach.
Zwischen 1832 und 1860 übernehmen die Kreisräte wesentliche Aufgaben der Provinzialregierung. Von 1848 bis 1852 ersetzen vier so genannte Regierungsbezirke - Darmstadt, Dieburg, Heppenheim und Erbach - die Kreise.

Für Starkenburg wird eine Fläche von 55 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 3.052km² für das Jahr 1820.
An den Grenzen Starkenburgs fließen Rhein, Main und Neckar. Im Südosten ist das Land durch den Odenwald sehr gebirgig und waldreich. An Rhein und Main gibt es sehr fruchtbare Ebenen.

Darmstadt: Louisenplatz, um 1840


Wimpfen am Neckar, um 1840


Offenbach am Main, 1849


Bensheim im Odenwald, um 1845