Berghauptmannschaft Clausthal
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Auf Grundlage des Reskripts vom 14. Juli 1816 wird die Berghauptmannschaft am Oberharz, ab 1823 nach dem Regierungssitz Berghauptmannschaft Clausthal genannt, als Mittelbehörde des Königreichs Hannover eingerichtet. Regierungssitz ist Clausthal.
Die Berghauptmannschaft grenzt im Norden und Westen an das Herzogtum Braunschweig, im Osten an den zur preußischen Provinz Sachsen gehörenden Regierungsbezirk Magdeburg, das zur hannoverschen Provinzialregierung Hannover gehörende Amt Elbingerode sowie den Braunschweiger Landesteil Blankenburg und im Süden und Westen an die Provinzialregierung Hannover.
Die Berghauptmannschaft hat neben der Verwaltung der Hannoverschen Harzgebiete auch die Aufsicht der gemeinsam mit Braunschweig verwalteten „Kommunion-Unterharz" inne, die gemeinsame Rechte an Bergwerken und Hütten beinhaltet.

Auf Grundlage der Landdrostei-Ordnung vom 18. April 1823 entsteht die Berghauptmannschaft Clausthal neu aus dem Königlichen Berg- und Forstamt Clausthal und den sieben Bergstädten Altenau, St. Andreasberg, Clausthal, Grund, Lautenthal, Wildemann und Zellerfeld. 1842 kommt das zuvor der Landdrostei Hildesheim angehörende Amt Elbingerode hinzu. Nach verschiedenen Änderungen in der Ämterstruktur bleiben nach einer grundlegenden Verwaltungsreform im Jahre 1859 bis zur Annexion durch Preußen 1866 die Ämter Elbingerode und Zellerfeld sowie das Communion-Bergamt Goslar bestehen.

Für die Berghauptmannschaft Clausthal wird 1820 eine Fläche von 10 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 502km². Mit Eingliederung des Amtes Elbingerode 1842 erhöht sich die Fläche auf 11,5 Quadratmeilen bzw. 591km² (GIS-Wert).
Der Regierungsbezirk liegt im hannoverschen Oberharz und ist sehr gebirgig. An Flüssen sind ein Seitenarm der Leine sowie Oker und Sose nennenswert.

Clausthal, 1836


Zellerfeld, um 1845


St. Andreasberg, 1915