Regierungsbezirk Allenstein
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Allenstein wird auf Grundlage der Verordnung zur "nachhaltigen kulturellen und wirtschaftlichen Förderung Masurens" vom 28. März 1905 als Mittelbehörde der Provinz Ostpreußen aus Teilen der Regierungsbezirke Königsberg und Gumbinnen neu eingerichtet, Regierungssitz ist Allenstein.
Im Norden grenzt der Regierungsbezirk an die ebenfalls zu Ostpreußen gehörenden Regierungsbezirke Königsberg und Gumbinnen, im Osten und Süden an das Kaiserreich Russland und im Westen an den zur preußischen Provinz Westpreußen gehörenden Regierungsbezirk Marienwerder.
Der Regierungsbezirk Allenstein setzt sich zusammen aus den zuvor zum Regierungsbezirk Königsberg gehörenden Kreisen Allenstein, Neidenburg, Ortelsburg, Osterode und Rößel sowie den zuvor zum Regierungsbezirk Gumbinnen gehörenden Kreisen Johannisburg, Lötzen, Lyck und Sensburg. Ab 1910 bildet die Stadt Allenstein einen eigenen Stadtkreis.

Für den Regierungsbezirk Allenstein wird 1905 eine Fläche von 11.711km² (GIS-Wert) angegeben.
Der Regierungsbezirk gehört zur norddeutschen Tiefebene und teilt sich in die Gebiete Masuren, mit der Masurischen Seenplatte, südliches Ermland und Oberland. Der Masurische Höhenzug zieht sich längs durch den Regierungsbezirk. Hauptfluss des Regierungsbezirks ist die Alle. Im Westen fließt die Drewenz.

Allenstein: Burg, um 1900


Osterode: Seepartie, 1921


Lyck, 1905