Regierungsbezirk Holstein
 
Gebiet
Der preußische Regierungsbezirk Holstein wird auf Grundlage der Verordnung betreffend der "ferneren Verwaltung der Herzogtümer Schleswig und Holstein" vom 2. Februar 1867 als Mittelbehörde der Provinz Schleswig-Holstein gegründet, Regierungssitz ist Kiel.
Der Regierungsbezirk liegt zwischen Nord- und Ostsee und grenzt im Norden an den ebenfalls zu Schleswig-Holstein gehörenden Regierungsbezirk Schleswig, im Osten an das zu Oldenburg gehörende Fürstentum Lübeck und die Freie- und Hansestadt Lübeck mit ihren Exklaven, im Südosten an Lauenburg, im Süden an das Kondominat Bergedorf und die Freie- und Hansestadt Hamburg. Im Westen liegt jenseits der Elbe die preußische Provinz Hannover.
Innerhalb Holsteins befinden sich die zu Hamburg gehörenden Enklaven Wohldorf-Ohlstedt, Großhansdorf-Schmalenbeck, Volksdorf und Farmsen-Berne.
1867 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Altona-Stadt, Kiel, Norderdithmarschen, Oldenburg in Holstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg, Stormarn, Süderdithmarschen und Rendsburg untergliedert.

Für den Regierungsbezirk Holstein wird 1867 eine Fläche von 152 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 8.192km². Die Einwohnerzahl liegt 1867 bei 550.776.

Per Allgemeiner Kabinetts Ordre vom 20. Juni 1868 wird der Regierungsbezirk Holstein aufgelöst und Schleswig Regierungsbezirk für ganz Schleswig-Holstein.

Kartenansicht Kieler Förde, um 1900


Kiel, um 1900