Regierungsbezirk Gumbinnen
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Gumbinnen wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Ostpreußen gegründet, Regierungssitz ist Gumbinnen.
Im Norden grenzt der Regierungsbezirk an den Landkreis Memel des Regierungsbezirks Königsberg, im Nordosten an das Kaiserreich Russland, im Osten und Süden an das in Personalunion mit Russland verbundene Königreich Polen, im Westen an den Regierungsbezirk Königsberg, und im Nordwesten an das Kurische Haff.
1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Angerburg, Darkehmen, Goldap, Gumbinnen, Heydekrug, Insterburg, Johannisburg, Lötzen, Lyck, Niederung, Oletzko, Pillkallen, Ragnit, Sensburg, Stallupönen und Tilsit untergliedert. Ab 1896 bildet Tilsit, und ab 1902 auch Insterburg einen eigenen Stadtkreis.
Mit Wirkung vom 1. November 1905 gibt der Regierungsbezirk Gumbinnen die Kreise Johannisburg, Lötzen, Lyck und Sensburg an den neuzubildenden Regierungsbezirk Allenstein ab.

Für den Regierungsbezirk Gumbinnen wird 1821 eine Fläche von 298 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 15.795km² für das Jahr 1820.
Der Regierungsbezirk bildet eine abwechslungsreiche Landschaft aus Seen (insbesondere Mauer-, Löwentiner- und Spirdingsee), Morästen, Waldgebieten, Höhen und der sehr fruchtbaren Niederung entlang der Memel und ihrer Seitenarme. Die wichtigsten Flüsse sind Memel, Nemonien, Gilge und Pregel.

Insterburg: Altes Schloss, um 1900


Tilsit, um 1925


Lötzen in Masuren, um 1900