Regierungsbezirk Breslau
 
Geschichte/Verwaltung/Geographie
Der preußische Regierungsbezirk Breslau wird auf der Grundlage der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815" als Mittelbehörde der Provinz Schlesien gegründet, Regierungssitz ist Breslau.
Im Norden grenzt der Regierungsbezirk an den preußischen Regierungsbezirk Posen, im Osten an den ebenfalls zu Schlesien gehörenden Regierungsbezirk Oppeln, im Süden an das Kaisertum Österreich und im Westen an den ebenfalls zu Schlesien gehörenden Regierungsbezirk Liegnitz.
Ende 1820 ist der Regierungsbezirk in die Kreise Breslau-Stadt, Breslau-Land, Brieg, Frankenstein, Glatz, Polnisch Wartenberg, Guhrau, Habelschwerdt, Militsch, Münsterberg, Namslau, Neumarkt, Nimptsch, Oels, Ohlau, Reichenbach, Schweidnitz, Steinau, Strehlen, Striegau, Trebnitz, Waldenburg und Wohlau untergliedert. 1854 wird aus Teilen des Kreises Glatz der Kreis Neurode gebildet. Polnisch Wartenberg wird 1888 in "Groß Wartenberg" umbenannt. Seit 1899 bildet die Stadt Schweidnitz einen eigenen Stadtkreis, und ab 1907 auch die Stadt Brieg.

Für den Regierungsbezirk Breslau wird 1821 eine Fläche von 248 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 13.712km² für das Jahr 1820.
Das Land des Regierungsbezirks ist vor allem im Südosten mit den Sudeten, Riesengebirge und Glatzer Bergland sehr gebirgig. Im nördlichen Teil gibt es fruchtbare Ebenen. Hauptflüsse sind Oder und Glatzer Neiße.

Breslau, um 1900


Münsterberg, um 1900


Neurode, um 1900